Heise 20.08.2026
10:30 Uhr

heise+ | Integrierte Grafikeinheiten von AMD, Apple, Intel und Qualcomm im Vergleich


Fast alle modernen Prozessoren haben eine Grafikeinheit. Doch trotz extremer Spannbreite an Angeboten gilt sie oft als Notnagel. Wir werfen einen Blick darauf.

heise+ | Integrierte Grafikeinheiten von AMD, Apple, Intel und Qualcomm im Vergleich

Kaum eine andere Hardware-Komponente entwickelt sich so dynamisch wie integrierte Grafikeinheiten. Das liegt zum einen am Siegeszug leichter, dünner Notebooks, die keinen Platz für eine separate Grafikkarte haben, zum anderen daran, dass es weiterhin Aufholbedarf gibt. Denn der schlechte Ruf integrierter Grafikprozessoren (Integrated Graphics Processors, kurz IGPs, auch iGPUs) war in der Vergangenheit nicht ganz unverdient. Auf der anderen Seite der Skala hat vor allem Apple bei seinen M-Prozessoren bewiesen, dass IGPs enorm leistungsfähig sein können.

Die Pendants in der x86-Welt, namentlich von AMD und Intel, stammen aus den Zeiten, als man im Chipsatz noch ein paar Transistoren als Füllfläche übrig hatte und dort rudimentäre Anzeigefunktionen einbaute. Später wanderten die Schaltungen in den CPU-Chip und wurden immer komplexer. Alltagsaufgaben sind für bessere IGPs schon seit einigen Jahren kein Problem mehr, selbst wenn dabei auf mehreren hochauflösenden Monitoren außer Tabellenkalkulation und Bildbearbeitung noch ein 4K-Stream läuft.

Der Trick dabei ist, die besseren Versionen integrierter Grafik zu identifizieren. Denn das ist angesichts verschiedener Techniken unter gleichem Namen – oder andersherum – sowie sich wandelnden Aufgaben wie zuletzt lokaler KI-Anwendungen gar nicht so einfach. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über den aktuellen Stand integrierter Grafik und erläutern Fähigkeiten und Grenzen von AMD Radeon, Intel Arc und Qualcomm Adreno sowie Apples M-Graphics. In Teil 2 der Mini-Serie schauen wir uns die Eignung der High-End-IGPs Radeon 8060S, Arc B390 und Adreno X2-90 fürs Gaming unter Windows 11 genauer an.